Gedanken und Impulse zum 2. Ostersonntag | 19. April 2020
Die glorreiche Auferstehung Christi bringt seine irdische Missio zur Vollendung und leitet eine neue Ära in der Gottes Beziehung zur befreiten Menschheit ein. Diese neue Ära ist gekennzeichnet durch das aktive Engagement der Befreiten, Zeugnis für das Erlösungswerk Christi abzulegen. Das gesamte Erlösungswerk Christi, das in seiner glorreiche Auferstehung gipfelte, war ein gnädiger Akt der unendlichen Barmherzigkeit Gottes aus Liebe zur Menschheit, die der Erlösung bedarf.
Der zweite Ostersonntag unterstreicht unter anderem den Kern dieser Mission, Gottes rettende Gnadenakte Zeugnis zu geben.
Gott erfüllt seine Verheißung
Das große Osterlob - Exsultet – spiegelt die grenzenlose Freude wider, über das außergewöhnliche Ereignis der glorreichen Auferstehung Christi, das die Erlösung des Menschen Wirklichkeit werden ließ. Es artikuliert erhabene Ausdrücke des Lobes und des Dankes an den barmherzigen Gott, für den glorreichen Sieg des Lichts unseres auferstandenen Christus über die Finsternis des Bösen und des Todes. Das Exsultet ist die triumphale Hymne eines befreiten Volkes.
Die glorreiche Auferstehung Christi verwandelt die tiefe Traurigkeit, Resignation sowie die Verwirrung, Zweifel und Angst, die seine Anhänger am Karfreitag verschlungen haben, in einen neuen Geist des Mutes und der Zuversicht. Sie stellt die Hoffnung und das Vertrauen in Gottes unendliche Barmherzigkeit und liebe wieder her. Gott erfüllt seine Verheißung.
Ein neuer Auftrag des Zeugnisses und der Verkündigung
Dass Christus wahrhaftig auferstanden ist, wird durch seine physischen Erscheinungen gegenüber seinen Jüngern zu verschiedenen Zeiten nach seiner Auferstehung festgelegt. Bei diesen Treffen, erleuchtet er sie über das Wesen seines Auftrags auf Erden und teilt die Mahlzeiten mit ihnen. Das heutige Evangelium berichtet von einer dieser Begegnungen, insbesondere mit Thomas, dem Zwilling, in der sein Zweifel in ein persönliches Glaubensbekenntnis umgewandelt wurde.
Neben der Unterweisung und dem Teilen der Mahlzeiten mit den Jüngern initiierte Christus ein neues Programm zur Fortsetzung der Beziehung Gottes zum Menschen. Zu diesem Zweck erfüllt er seine Jünger mit der Kraft des Heiligen Geistes und beauftragt sie mit einer neuen Mission, treue Zeugnisse der barmherzigen Liebeshandlungen Gottes unter seinem befreiten Volk zu geben.
Durch den Heiligen Geist ermächtigt, nehmen die Jünger Christi diese neue Mission an, wahres Zeugnis zu geben, indem sie mutig und treu Gottes Taten der unendlichen Barmherzigkeit und Güte gegenüber dem Menschen verkünden, wie in der Ansprache des Petrus in der zweiten Lesung der heutigen Liturgie gezeigt wird (1 Ptr 1,3-9).
Die wachsende Zahl der Gläubigen begrüßt den neuen Geist der Mission, durch praktische Ausdrücke der Liebe Gottes im gegenseitigen Teilen und in der Teilnahme an den Gebets- und Mahlgemeinschaften der christlichen Gläubigen, wie in der Lesung aus der Apostelgeschichte beschrieben wurde (Apg 2, 42-47).
Wahres Zeugnis erfordert ein echtes Glaubensbekenntnis
Das wahre Zeugnis von Gottes rettenden Handlungen der Barmherzigkeit zu geben, wie sie durch das Ereignis der Auferstehung erfahren wurde, ist daher eine wahre Berufung und notwendiger Auftrag aller Erlösten. Dies setzt ein grundlegendes Bekenntnis zum absoluten Glauben und Vertrauen in die barmherzige Güte Gottes voraus. Wie Thomas im heutigen Evangelium ermöglicht uns die Gnade Gottes in unseren Begegnungen mit Christus bei der Teilnahme in Gottesdiensten und insbesondere bei der Eucharistiefeier, unsere verschiedene Ängste und Zweifel zu überwinden, die unsere völlige Verkündigung des Auferstandenen Christus als "meinen Herrn und meinen Gott" behindern.
Patrick Okonkwo
Pleinfeld, 18. April 2020
Apg 2,42-47; 1 Petr 1,3-4; Joh 20,19-31
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